Heilige und Heiden in Aplerbeck
Eine Theaterreise in 8 Bildern


Vorstellungen:
28. und 29. August 1999
jeweils 17.30 Uhr

Öffentliche Generalprobe:
27. August 1999, 17.30 Uhr

Haus Rodenberg, Dortmund-Aplerbeck


Buch

Peter Möbius

Künstlerische Leitung & Inszenierung

Tony Glaser

Darsteller & Darstellerinnen

Meike Angermann
Bettina Badenberg
Jens Claßen
Volker Dannowski
Turgay Dogan
Susanne Fernkorn
Cordula Hein
Matthias Ruhnke
Markus Veith
Jagdhorn Bläserchor Auerhahn

Regieassistenz

Ulrike Schaper, Simone Hahn

Bühnenbild

Annette Montag

Kostümbild

Annette Pfläging

Maskenbild

Iris Beerstecher

Licht- & Tontechnik

Bernd Porr, Matthias Boeser

Produktionsleitung

Nilüfer Kemper


Eine Produktion des Ensemble Tony Glaser
im Auftrage des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e.V. 1100 Jahre Aplerbeck.

Kontakt:
Servicebüro Kunst + Kultur, Dortmund
Tel: 0231 – 586 40 70, Fax: - 586 40 69
e-mail: servicebuero.kunst.kultur@t-online.de




Heilige und Heiden in Aplerbeck

Eine Theaterreise in 8 Bildern

von Peter Möbius (Buch) und Tony Glaser (Inszenierung)

Diese Zeitreise führt uns, manchmal komisch, manchmal tragisch, durch die (Macht-)Kämpfe um Aplerbeck – Machtkämpfe zwischen Heiden und Heiligen, Reichen und Armen, Adel und Kirche, Papisten und Protestanten, Kommunisten und Faschisten.

Das Stück basiert auf historischen Quellen, die einen Zeitraum von 1300 Jahren umfassen, ist aber in erster Linie eine künstlerische Inszenierung und keine Geschichtsstunde. Das Ensemble um Tony Glaser erweckt die Namen aus den Geschichtsbüchern zu neuem Leben. Blut pulsiert wieder durch ihre Adern, Luft strömt durch die Lungen, und sie tanzen und singen, leiden und weinen. Unterstützt von Vereinen und Bürgern Aplerbecks, wird diese Zeitreise dem Publikum einen faszinierenden Einblick in ihre Geschichte geben.

Bild 1: im Jahre 698

Zwei irische Raben mit himmlischer Botschaft

Zwei Benediktiner-Mönche tauchen im heidnischen Afaldrabechi auf und wittern Sachsens Dämonen. Sie sind von England über Echternach gekommen, Gott zu preisen und seine Worte zu predigen. Durch ihren Mut und ihre Lebenslust können sie die Frauen der Sachsen überzeugen. Doch ob die Männer da gerne mittanzen?

Bild 2: im Jahre 899

Die verschenkte Erbschaft

Die Familie Wichburg schenkt ihren Grundbesitz dem Stift St. Gereon in Köln. Die Urkunde von 899 blieb erhalten und gibt den Anlaß der diesiährigen 1100 Jahrfeier Aplerbecks, das wissen wir. Aber was für Menschen waren diese Familienmitglieder und warum haben sie ihren Besitz der Kirche geschenkt? Das wissen wir nicht. Bis heute nicht!

Bild 3: im Jahre 1389

Ein Mummenschanz.

Die Dortmunder Fehden. Zwei Päpste regieren die Christenheit. Zwei Könige streiten sich ums Reich. Jeder kämpft gegen jeden. Alles übereinander, durcheinander; alles über Kreuz. Ritter, Tod und Teufel sind die Herrscher. In Aplerbeck bei Haus Rodenberg, treffen sich die Feinde zum Mummenschanz, zum Totentanz. Oder ist es nur ein Traum?

Bild 4: im Jahre 1576

Salome und der Schreiner

Die Worte Luthers überrollen das ehemalige katholische Gebiet Aplerbecks und führen zu vielen Streitereien innerhalb der Kirche und im Volk. Wenn ein Mann und eine Frau verschiedener Konfessionen sich ineinander verlieben und heiraten wollen, kommt es zum Konflikt. Wer siegt? Die Papisten, die Protestanten, oder die Liebe?

Bild 5: im Jahre 1710.

Herbst einer Sonnenkönigin

Sophie Wilhelmine Voss zu Rodenberg sitzt seit langem auf dem Thron des Hauses. Sie ist eine Frau, nicht dumm, nicht faul, nicht feige. Unter ihrer Herrschaft hat sich der Besitz des Hauses Rodenberg vermehrt. Sie hat noch vor niemandem die Knie gebeugt und setzt jedem, der sich ihren Plänen in den Weg stellt, einen Fuß auf das Genick. Aber jetzt ist sie im Herbst ihres Lebens und spielt am liebsten Spiele. Eine reiche Beute für (die so) modernen Geldjäger?

Bild 6: im Jahre 1910.

Die Zechentaufe

Eine Zeche in Aplerbeck soll getauft werden. Nach einer Schlagwetterexplosion sind die Kumpels aufgebracht, weil sie die Zeche nach einem verünglückten Kumpel getauft wissen wollen.

Bild 7: im Jahre 1945.

Die Loreley

Nach 6 langen Kriegsjahren sind alle erschöpft. Zwei Frauen, die zwischen Angst und Hoffnung leben, in der Erinnerung an bessere Zeiten und dem Bangen vor einer unsicheren Zukunft. Und jede auf ihre Weise.

Bild 8: 12. April 1945.

Auf dem Wege der Besserung

Die Amerikaner stehen kurz vor Applerbeck. Eine SS-Batterie kämpft verbittert gegen eine Niederlage, Granaten explodieren auf dem Marktplatz und es gibt weitere Tote und Verletzte. Wann und wie wird es endlich aufhören? Eine Krankenschwester versucht, zwei Patienten aus der Heilanstalt zu retten. Die Geister Ewalds sind wieder in Aplerbeck. Können sie diesmal gerettet werden?

Ende: Ein Friedens-Fest.

Wir danken für die Unterstützung und Hilfe bei der Realisation:

allen engagierten Helferinnen und Helfern, allen geduldigen Statisten, dem Kulturbüro Dortmund, der Volkshochschule Dortmund im Haus Rodenberg, der Reisevereinigung Aplerbeck e.V., der Interessengemeinschaft Aplerbeck, dem Verein zur Förderung der Heimatpflege e.V. und vielen hier nicht genannten!


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Last modified: Thu Aug 12 18:05:39 MET DST 1999